
Foto: Anne Meurer / Alte Oper Frankfurt
Preis: 45 Euro / 15 Euro ermäßigt
Genau 1959, als in Siegen die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gegründet wurde, startete Esther Ofarim am israelischen Nationaltheater ihre außergewöhnliche Karriere. Schon 1960 wurde sie von Otto Preminger für eine kleine Rolle im Film „Exodus“ und von Frank Sinatra als Vorprogramm für sechs seiner Shows engagiert. Im Duo „Abi und Esther Ofarim“ eroberte sie danach Europa und die USA, hatte Welthits, balancierte elegant zwischen Chanson, Volkslied, Folk und Pop, erntete Preise, goldene und Platin-Schallplatten ...
Dann befreite sie sich vom verordneten „Rehlein“-Image , entwickelte als Solistin noch wesentlich intensiver ihr künstlerisches Profil. 1984 zum Beispiel mit der Rolle der „Chaja“ in Sobols Theaterstück „Ghetto", das in Berlin und Hamburg lief – ein durchschlagender Erfolg.
Seitdem ist Esther Ofarim mit einem sorgsam ausgewählten Repertoire, wenigen, aber herausragenden Konzerten und ihren exzellenten CD-Produktionen dauerhaft präsent geblieben. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten Song-Stilistinnen weltweit.
„I have tried in my way to be free“ singt sie in ihrer unübertrefflichen Version von Leonard Cohens „Like a bird on a wire“ – und es scheint, dass dieser Satz ihr gesamtes Leben umfasst.
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